Heimatverein Chemnitz-Reichenhain

Eröffnung des Reichenhainer Rastplatzes - am 19. Juni,

zur Zeit der Sommersonnenwende, da startete der nächste Sonntagsausflug des Heimatvereins. Treffpunkt war 14 Uhr an der Schule, und der Weg führte der Sonne entgegen, hinauf zur Genossenschaftssiedlung und durch die Kleingartenanlage
„ Sonniger Hang“.
In bewährter Weise hatte sich Martina Wiegner zum Wohnumfeld dieser grünen Zone im Ort wohl präpariert und machte auf die Besonderheiten der früheren Örtlichkeiten und auf das Neue aufmerksam.

Allmählich ging es den Berg zum Scheitelpunkt des Genossenschaftsweges hinauf, dorthin, wo der alte Querweg hinüber zum Pfaffensteig führt vorbei an den sogenannten Behelfs-heimen, die einstmals ausgebombten Stadtbewohnern während und nach dem Zweiten Weltkrieg als Notunterkünfte dienten.
Damit waren wir nicht mehr weit vom Ort des Ereignisses entfernt, nämlich auf dem alten traditionsreichen Weg namens „ Pfaffensteig“. Den benutzte der Überlieferung nach jahrelang der Einsiedler Pfarrer, der auch die Reichenhainer einstmals seelsorgerisch betreute, wenn er sich über den Berg begab, um hinüber zu seinen Schäfchen zu pilgern.
Ein paar Schritte weiter, dort, wo sich der Pfaffensteig von seinem Scheitel aus zum Grenzbachtal hinunter biegt, hinter der ersten Linkskurve, da war das Wunder zu bestaunen:
ein geschütztes Plätzchen, eingerichtet mit einer überdachten Picknick-Bank, einer anheimelnden Sitzbank, mit steinernem Grillofen auf einem mit roten Kieseln befestigtem Plateau, das frisch aufgeschüttet, schon wieder mit Rasensamen fürs umgebende Grün vorbereitet worden war.
Eine wunderbare Stelle!
Denn von hier schweift der Blick, so man hier rastet und ein wenig verweilt, hinauf zu den Hängen der sogenannten Erzgebirgsrandstufe von links von der Dittersdorfer Höhe zum davor liegenden Schusterberg, über die Berghänge des Einsiedler Waldes, vorbei an der Einsiedler Höhenmarke mit der signifikanten Pappel, weiter nach rechts zum baumbestandenen Hügelkopf des sich zwischen Harthauer und Altchemnitzer Flur erhebenden Pfarrhübels, also immer entlang der südlichen Einrahmung des Zwönitztals.
Das Ah und Oh für diese herrliche Aussicht gab ihr spontan ein schönes Prädikat:
Heimat-blick!“

Jedoch war nicht nur Schauen angesagt, sondern eine gemütliche Zusammenkunft der wanderfreudigen Reichenhainer, die zahlreich hierher gekommen waren. Der Duft leckerer Bratwürste empfing die Gäste, wegen der warmen, sonnigen Witterung war auch für genügend Flüssiges gesorgt Bier, Limonade, Selterswasser. Fleißige Helfer, Almut Bothe, Jana Seiler und Frank Müller, sorgten dafür, dass die Ankömmlinge sich sofort laben konnten.

Das große Lob gebührt jedoch dem Ideengeber für diesen guten Ort und freundlichen Sponsor, Gert Weißbach und seiner Firma. Er hat das Ganze so praktisch und schön herrichten lasen, ein besonderer Beitrag für diesen angenehmen Treff- und Rastpunkt in der herrlichen heimatlichen Natur. Nicht nur dieses Lob soll hier Gert Weißbach dafür ausgesprochen werden, sondern auch ein kräftiges Dankeschön für diese gute Tat!
Damit das Fest auch richtig „ rund“ würde, hat der Vereinsvorsitzende Reinhart Wiegner keine Mühe gescheut, das ganze mit Kultur zu würzen. Da war zum einen der anschauliche Vortrag unseres Försters und Jagdmannes
Harald Hofmann aus Reichenhain über das, was hier in Feld, Flur und Wald kreucht und fleucht. Der Experte, ehemals im Forstrevier Flöha tätig, bescheinigte zum Beispiel der Reichenhai-ner Luft, sie sei gesund und angenehm, ohne schädliche Bestandteile, im Gegenteil, frisch und gut. Das verdankt sie den umgebenden Wäldern.

Allmählich ging es den Berg zum Scheitelpunkt des Genossenschaftsweges hinauf, dorthin, wo der alte Querweg hinüber zum Pfaffensteig führt vorbei an den sogenannten Behelfsheimen, die einstmals ausgebombten Stadtbewohnern während und nach dem Zweiten Weltkrieg als Notunterkünfte dienten.
Damit waren wir nicht mehr weit vom Ort des Ereignisses entfernt, nämlich auf dem alten traditionsreichen Weg namens „ Pfaffensteig“. Den benutzte der Überlieferung nach jahrelang der Einsiedler Pfarrer, der auch die Reichenhainer einstmals seelsorgerisch betreute, wenn er sich über den Berg begab, um hinüber zu seinen Schäfchen zu pilgern.
Der Experte, ehemals im Forstrevier Flöha tätig, bescheinigte zum Beispiel der Reichenhainer Luft, sie sei gesund und angenehm, ohne schädliche Bestandteile, im Gegenteil, frisch und gut. Das verdankt sie den umgebenden Wäldern. Diese beherbergen auch, so Herr Hofmann weiter, einen erfreulichen Wildbestand, der von den Reichenhainer Jägern, wie zum Beispiel auch mit vom jungen Herrn Kohlisch, in Ordnung gehalten wird.
Plagegeister, die sich hier in den letzten Jahren unangenehm breit gemacht hätten, so warnte jedoch Herr Hofmann, seien die „ West-Zecken“, ja, man müsse das so sagen, es sei ein unangenehmes Ungeziefer, das seit der offenen Grenze hierher eingeschleppt worden wäre und nun hier sein Unwesen betreibe. Besonders von unten, so meinte der Natur-Fachmann. Deshalb solle man am besten nicht mehr barfuß durch die Reichenhainer Flur laufen, weil diese Biester vor allem im Rasen lauern würden.
Angenehmes für die Ohren und für das Gemüt gab dann der Einsiedler Posaunenchor zum Besten, in welchem unser Vorsitzender Reinhart Wiegner Mitstreiter ist. Die Männer aus Berbisdorf, Einsiedel, Erfenschlag umrahmten das festliche Ereignis mit schönen alten Heimat- und Wanderliedern, sogar zum Mitsingen.
Auch das nahmen die Reichenhainer gern an und freuten sich über diese schöne Musik unter freiem Himmel.
Und die Musikanten waren auch gern gekommen, nicht nur, weil sie von unserem Vereinsvorsitzenden mit Bier und Wust hierher gelockt worden waren...
Es ist zu hoffen, dass die Reichenhainer diesen schönen Ort rege besuchen, dass er zu einem freundlichen Treffpunkt und Platz zum Feiern wird. Denn es war früher in Reichenhain eine gute Tradition, zu allen möglichen Festlichkeiten in freier Luft zum nahen Schusterberg zu wandern und dort mit Freunden und Verwandten, Gästen und Besuchern schöne Stunden zu verleben.
Und des weiteren hoffen die Reichenhainer, dass dieser Platz stets so angenehm und sauber bleibt wie bei seiner Eröffnung. Alle sind aufgerufen, darauf zu achten, dass diese schöne Aussicht recht lange in diesem erfreulichen Zustand bewahrt wird.

Ein Bericht von Dr. Gerlinde Erxleben.

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